Hans-Kudlich-Preis 2012 ausgeschrieben

Ökosoziales Forum zeichnet besondere Leistungen für den ländlichen Raum

 

Presseaussendung zur Ausschreibung des Hans-Kudlich-Preises 2012

Presseaussendung, 12. April 2012

Hans-Kudlich-Preis 2012: Ökosoziales Forum zeichnet besondere Leistungen für den ländlichen Raum aus
Utl.: Einreichungen bis 17. September 2012 möglich

Im Andenken an den österreichischen Bauernbefreier Hans Kudlich zeichnet das Ökosoziale Forum mit dem Hans-Kudlich-Preis 2012 besondere Leistungen für den ländlichen Raum aus. „Positive Vorbilder motivieren zu besserem Handeln. Deshalb bitten wir heuer wieder Menschen vor den Vorhang, die sich besonders für die Anliegen der Land- und Forstwirtschaft, einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen und damit für die Umsetzung der Ökosozialen Marktwirtschaft engagieren“, betont der Präsident des Ökosozialen Forums, Landesrat Dr. Stephan Pernkopf anlässlich der Ausschreibung des Preises.

Der Hans-Kudlich-Preis wird alle zwei Jahre an bis zu vier Personen vergeben. Der Preis ist mit jeweils 2.000 Euro dotiert. Einreichungen sind bis 17. September 2012 möglich. Die genauen Ausschreibungsbedingungen stehen im Internet unter www.oekosozial.at zum Download bereit. Die Preisträger des Jahres 2010 waren Maria Forstner aus NÖ (Dorferneuerung), Heinz Gstir aus Tirol (Sicherung der regionalen Wertschöpfung) und Alois Heißenhuber aus Bayern (Brückenfunktion zwischen Wissenschaft und Agrarpolitik).

Der liberale Politiker Hans Kudlich gilt als „der österreichische Bauernbefreier" und auch als Bauernbefreier für die tschechischen und polnischen Bauern. Sein Antrag auf Aufhebung der Grunduntertänigkeit im Jahr 1848 löste die größte Eigentumsverschiebung aus, die Österreich jemals erlebt hatte. Hans Kudlich wurde 1823 in Schlesien als Sohn wohlhabender Bauern geboren und studierte in Wien Philosophie und Jus. Er nahm aktiv an der Märzrevolution teil, musste aber wegen einer Verwundung vorübergehend in seine Heimat zurückkehren. Dort wurde er als jüngster Abgeordneter in den Reichstag gewählt. Am 24. Juli 1848 stellte er den Antrag auf „Aufhebung der Untertänigkeitsverhältnisse" und der bäuerlichen Lasten, wie Robot und Zehent. Sein Antrag wurde - gegen seinen Willen abgeändert – vom Reichstag angenommen und am 7. September zum Gesetz erhoben.

Der Hans-Kudlich-Preis wurde erstmals im Jahr 1968 von der „Österreichischen Gesellschaft für Land- und Forstwirtschaftspolitik“, der Vorgängerorganisation des Ökosozialen Forums, ausgeschrieben.

Presseaussendung als Pdf zum Download

PA Ausschreibung Hans-Kudlich-Preis 2012, 12.4.2012 (Adobe PDF Datei 78.8 KB)
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